Markteinschätzung

Börsen-Prognose: Sommerrally an den Börsen

Die globalen Aktienmärkte notieren nahe ihren historischen Höchstständen. Dieser sommerliche Aufschwung wird nicht nur von Tech-Aktien getragen, sondern immer stärker von einer Vielzahl von Branchen. Dies bietet Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, ihre Portfolios ausgewogen zu diversifizieren.

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Allokation

Aktien sind weiterhin gefragt

Die Aktienmärkte notierten Anfang August auf Allzeithöchstständen. Dafür verantwortlich sind in erster Linie die beeindruckend robusten Halbjahresgewinne der Unternehmen – in den USA, aber auch weltweit. Die Blockade der Strasse von Hormus und die damit einhergehenden Versorgungsengpässe für die globale Wirtschaft finden dabei wenig Beachtung.

Die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran für eine nachhaltige Friedenslösung ist hinfällig. Dennoch scheint es ein unausgesprochenes Stillhalteabkommen zu geben. Keine der beiden Seiten kann ein echtes Interesse an einer totalen Eskalation haben. Das ist im Moment die gute Nachricht. Die schlechte ist: Bleibt der Konflikt ungelöst, wird er früher oder später negative Spuren in der globalen Konjunktur hinterlassen. Dies scheint aktuell noch nicht der Fall zu sein, wie die überzeugenden Halbjahresergebnisse vieler Unternehmen zeigen. Da auch die Schätzungen für den weiteren Verlauf nach oben angehoben wurden, bleiben wir für die Aktienmärkte positiv. Für deren Entwicklung in der kurzen Frist ist nicht die Geopolitik entscheidend, sondern es sind die nächsten Zinsentscheide der amerikanischen Notenbank sowie die Frage, ob das neue Narrativ der künstlichen Intelligenz – die Wirtschaftlichkeit der Investitionen - weiterhin Gültigkeit hat. 

Aktien

Leicht übergewichtet

Aufgrund der positiven Umsatz- und Gewinnaussichten bleiben wir bei Aktien leicht übergewichtet. Dabei favorisieren wir weiterhin Dividendenpapiere aus den USA und Asien, da dort die wirtschaftliche Dynamik überzeugender ist. Zudem befinden sich in diesen Märkten die Gewinner des KI-Booms. In Europa auf der anderen Seite bleiben wir untergewichtet. Dessen Branchen leiden besonders unter der aktuell herrschenden Energieknappheit und – preise. 

Obligationen

Untergewichtet

Wir bleiben mit Blick auf die nach wie vor geringen globalen Rezessionsrisiken bei den Obligationen untergewichtet – das gilt insbesondere auch für CHF-Obligationen, die unserer Meinung nach im nach wie vor anhaltenden Tiefzinsumfeld wenig attraktiv sind. Die Staatsanleihen vieler Länder sind zudem – trotz vermeintlich hoher Verzinsung – aus Rendite-Risiko-Perspektive unattraktiv, weil die Entwicklung der Schulden nicht nachhaltig ist.

Alternative Anlagen

Übergewichtet

An der Übergewichtung von Alternativen Anlagen halten wir fest. Zum einen sorgen sie aufgrund ihrer tiefen Korrelation zu den anderen Anlageklassen für Stabilität. Zum anderen profitieren beispielsweise globale Immobilien von regelmässigen Erträgen durch Mieteinnahmen und von potenziellen Aufwertungsgewinnen.

Fokus Märkte

Der Bullenmarkt wird breiter

Die globalen Aktienmärkte notieren nahe ihren historischen Höchstständen. Dieser sommerliche Aufschwung wird nicht nur von Tech-Aktien getragen, sondern immer stärker von einer Vielzahl von Branchen. Diese breite Basis bietet Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, ihre Portfolios ausgewogen zu diversifizieren, um von unterschiedlichen Wachstumschancen zu profitieren. Eine breite Streuung bleibt essenziell, um Risiken zu minimieren und langfristig möglichst stabile Renditen zu erzielen.

Aktien

Die Renaissance der europäischen Banken

Lange Zeit galten europäische Banken als Sorgenkinder der Börse. Heute gehören sie zu den stärksten Sektoren Europas – vieles spricht dafür, dass der Aufschwung noch nicht beendet ist.

Aktien Prognose 2026
Obligationen

Frankreichs Staatsanleihen: Höchste Rendite seit 17 Jahren

Frankreichs Staatsanleihen erreichen mit 3,98 Prozent die höchste Rendite seit 17 Jahren und liegen deutlich über deutschen Anleihen. Politische Unsicherheiten, ein chronisches Haushaltsdefizit und steigende Schulden belasten das Vertrauen der Investoren.

Alternative Anlagen

Wie globale Immobilienaktien Stabilität und Wachstum in Ihr Portfolio bringen

Globale Immobilienaktien bieten Anlegerinnen und Anlegern eine attraktive Möglichkeit, von der Stabilität und dem Wachstum des Immobilienmarktes zu profitieren, ohne direkt in physische Immobilien investieren zu müssen. Diese Anlageklasse kombiniert die Vorteile von Immobilieninvestitionen mit der Flexibilität und Liquidität von Aktien, was sie zu einer interessanten Option für diversifizierte Portfolios macht.

Währungen

Schweizer Franken: Vom Sheriff zum Revolverhelden?

Der Schweizer Franken neigt zuletzt zu einer Abschwächung. Dies steigert seine Attraktivität als Finanzierungswährung für Carry-Trades. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten. Das anhaltend unsichere Umfeld könnte zu einer ungünstigen Wechselkursentwicklung führen, welche Zinsdifferenzgewinne belasten.

Weil gleichzeitig der japanische Yen nach der massiven Intervention der Bank of Japan (siehe auch: Schwacher Yen: Ein Risiko auch für die USA - Migros Bank) seinen Nimbus als klassische Carry-Trade-Währung einzubüssen beginnt, rückt der Franken zunehmend in den Fokus als Finanzierungswährung. So rät beispielsweise Morgan Stanley mittlerweile dazu, Yen-Funding durch den Euro und eben auch durch den Franken zu ersetzen. Bei Emerging-Markets-Carry-Trades wird der Franken derweil bereits als Finanzierungsvehikel im grossen Stil genutzt.

Insofern vermögen auch die jüngsten Terrainverluste des Frankens nicht zu überraschen: Die Abschwächung ist kein Zufall, sondern ein Positionierungsphänomen. Daraus erwächst unserer Meinung aber auch ein reflexives Risiko. Denn kurze CHF-Positionen sind das Gegenstück zum Aufwertungsrisiko; jeder Geopolitik-Schock kann ein abruptes Unwinding auslösen. 

Aus diesem Grund raten wir gerade in einen anhaltend unsicheren Umfeld zur Vorsicht, wenn es um frankenfinanzierte Carry-Trades geht. Die weitere Entwicklung der geopolitischen Störfeuer – insbesondere in Nahost und bezüglich wichtiger Schifffahrtsrouten – ist weiterhin ungewiss und mit erhöhten Eskalationsrisiken behaftet. Gleichzeitig hängen politische Risiken (Midterms) und zunehmende Verschuldungssorgen wie ein Damoklesschwert über dem US-Dollar. Und die schwierige Konjunkturlage, Verschuldungsproblematiken und strukturelle Probleme bergen einen latenten Abwertungsdruck für den Euro

Unserer Einschätzung nach werden diese Risiken an den Devisenmärkten derzeit unterschätzt. Entsprechend zurückhaltend bleiben wir demnach bei unseren Wechselkursprognosen. Für EUR/CHF erwarten wir in den nächsten drei Monaten eine leichte Abschwächung auf 0.93 und danach einen engen Seitwärtskanal bei diesem Niveau. USD/CHF dürfte sich zwar zwischen 0.81 und 0.82 seitwärts entwickeln, spürbare Volatilitätsausschläge sind jedoch aus den genannten Gründen nicht auszuschliessen.

Bei Carry-Trades mit dem Franken als Finanzierungswährung ist unseres Erachtens also Vorsicht geboten. Insbesondere wenn der Greenback oder der Euro als Zielwährung fungieren, können die Zinsdifferenzgewinne durch die Wechselkursentwicklungen zumindest geschmälert werden. Insofern ist dem neuen Revolverhelden mit einer gesunden Portion Skepsis zu begegnen.

Wirtschaft und Prognosen

Im Zeichen von Nahost

Prognosetabelle August

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